
Im Jahr 2008 machten wir den Aufruf:
Warum ist gerade Ihr Liebling der Superhund 2008?
Hier finden Sie die eingesandten Superhunde!
Superhund Onyx
Unser Boxer Onyx vom Grubigstein ist ein toller Hund. Geboren wurde er am 27.5.01 in Wuppertal. Er ist ein gestromter Boxer mit einer Schulterhöhe von 64 cm und wiegt ca. 40 Kilogramm. Er ist sehr verspielt. Sein Lieblingsspielzeug ist der Pedigree-Ball. Das ist ein offener Ball mit 3 Schlaufen. In eine der Schlaufen beißt er, während Herrchen dann an den anderen beiden Schlaufen ziehen soll. Auf diesen Ball ist Onyx so fixiert, dass er alles um sich herum vergisst. Bei dieser Art von Spielen ist Onyx nach einer ¾ Stunde KO. Danach wird dann nur noch der Napf geleert und geschlafen.
Da Onyx eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse hat, bekommt er nur Schonkost. Pro Tag ein halbes Hähnchen mit Reis und Hüttenkäse. Ihm schmeckt es sehr gut. Das könnten sogar die Menschen essen. Den ganzen Tag über ist Onyx sehr schmusebedürftig und liegt gerne auf der Couch. Im Winter kommt er bei Herrchen und Frauchen unter die Decke auf der Couch.
Onyx ist halt ein echter Boxer. Sehr verspielt, ein richtiges Kraftpaket, sehr kinderlieb. Wenn er sich freut, wird die Rute zur Peitsche. Und nicht genug, dann wackelt der ganze Hund. Der Gesichtsausdruck ist einmalig. Wenn Onyx Hunger hat, setzt er sich vor seine Chefs und fängt an zu schmatzen. Wenn wir mit ihm sprechen, legt er oft den Kopf schief. Und den Blick zu den einzelnen Gesten muss man sowieso gesehen haben. Manchmal schläft Onyx, wenn Herrchen oder Frauchen nach Hause kommen. Er ist dann so müde, dass er nicht aufsteht. Dann peitscht die Rute aber im Liegen auf den Boden.
Zudem ist Onyx wie alle Boxer sehr neugierig. Im Sommer ist die Balkontür immer offen. Dann schaut er manchmal stundenlang durch die Gitterstäbe auf den Otto-Mess-Parkplatz, was dort passiert. Onyx bellt so gut wie nie. Ausnahmen gibt es nur, wenn er einen anderen Hund zum Spielen auffordert, oder ein anderer Rüde ihn angreifen will oder anmeckert.
Onyx hat eine gute Erziehung genossen und auch ein bisschen Ausbildung. Jedoch ist der Boxer ein wenig dickköpfig. Das heißt konkret: Kommandos müssen schon mal gebrüllt werden. Dann klappt es aber auch.
Onyx ist auch immer dabei, wenn sein Rudel zur Drachenboot-Regatta fährt. Dabei gefällt ihm besonders das Wochenende an der Regattastrecke zu Zelten.

Superhund Fiain
Den Namen haben wir aus einer keltischen Sage: Fiain Fee, die gute wilde Fee, die den Menschen hilft. Und das hat sie in ihrem Hundeleben auch reichlich getan.
Am 23.01.1993 wurde die blonde Hündin bei uns geboren. Schon bald zeigte sich ihre Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit zu allen Menschen.
Mit 3 Jahren, nach der jugendlichen Sturm- und Drangzeit, habe ich sie zum Therapiehund ausgebildet.
Sie wurde gewöhnt an Menschen mit unüblichen Laut- und Bewegungsmustern, an umfallende Gehhilfen, zuknallende Türen, an heftige Liebkosungen, ungeschickte Umarmungen, an das behutsame Nehmen eines Leckerchen, ihre schwierigste Lektion.
10 Jahre lang besuchten wir ehrenamtlich zweimal monatlich ein Pflegeheim und Behindertenwohnheim in der Nähe des Bodensees.
Fiain erfreute dort viele Menschen. Zärtlich leckte sie die Hände der bettlägrigen fast hundertjährigen Dame, eng schmiegte sie sich an die Alzheimerpatientin, die mit gekrümmten Fingern ihr Fell kraulte und einer mit uns unverständlichen Sprache redete. Der Hund aber verstand sie.
Eine schwer depressive Frau fing bei Fiain an zu lächeln, das gesamte Personal kam zusammen, um dies zu sehen.
Ein alter Herr, der den ganzen Tag apathisch in seinem Bett lag, hat sich extra angezogen und kam herunter, sobald er hörte, dass Fiain zu Besuch kam.
Er hat der blonden Hündin aus seinem Leben erzählt und ihr den Ball geworfen.
Mit 13 Jahren hatte Fiain dann Mühe auf den glatten Heimböden und wir mussten die Besuche einstellen.
Nebenbei hat sie in 4 Würfen insgesamt 37 Welpen das Leben geschenkt. Auch hier sind wieder Therapiehunde dabei. Zu Hause war sie ein echter Hovawart, ein Hund der den Hof verwahrt. Unsere liebe Fiain hat im Januar den 15. Geburtstag gefeiert und wir hoffen, dass sie noch einige Zeit bei uns bleiben wird.
Fiain lebt bei Susanne Müller in Radolfzell am Bodensee.
Weitere Infos unter: www.hovawarte-vom-quellenhof.de

Superhund Glenn
Unser Superhund heißt Glenn vom Ziegelhüttenhof, er ist ein 2.5-jähriger Berner Sennenhund Rüpel, äh Rüde. Am 15. 09. 2005 wurde er auf einem Bauernhof, mit neun Berner Mädels, in Büdingen (bei Frankfurt) geboren. Ende November ist das kleine Knäuel, bei uns in Göttingen, eingezogen und hat unser Leben komplett verändert.
Neben den üblichen Welpen- Hobby´s, wie Socken klauen, Taschentücher fressen etc. kam große Angst vor allem unbekannten, ob Mensch, Fahrzeug oder eine Mülltonne vor der Tür. Alles brachte ihn völlig aus der Fassung. Mit viel Geduld und noch mehr Nerven hat er gelernt, dass diese Sachen einfach da sind und ihm auch nichts tun! Nur Menschen die ihn locken, verunsichern ihn manchmal noch immer.
Hinzu kamen immer wiederkehrende Durchfälle, bei Welpen ja normal, aber nicht in diesen Ausmaßen. Fast 1.5 Jahre waren wir Stammgast beim Tierarzt, haben gegen Durchfälle und Bauchweh nächtelang gekämpft und Futterverweigerung irgendwie ausgeglichen.
Nachdem wir herausgefunden haben, was unser Hase hat, wurde alles besser. Glenn leidet an einer Glutenunverträglichkeit! Jetzt wird selber gekocht, es schmeckt (meistens) und macht kein Bauchweh mehr!
Heute geht es Glenn super, er ist ein prächtiger Berner Bär, mit einer Schulterhöhe von 67 cm und einem Kampfgewicht von 52 kg.
Auch wenn man nur kurz weg war, die Freude wenn man sich wieder sieht ist immer riesig, da wird er zum Kampf- Küsser. Glenn ist ein echter Schmusebär, kraulen könnte man ihn den ganzen Tag und auch wild spielen auf dem Teppich gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Noch beliebter sind Ausflüge mit der Familie, lange im Auto fahren, unterwegs zu essen. Was er überhaupt nicht mag, ist wenn jemand traurig ist, egal ob zu Hause oder unterwegs, wenn draußen ein Kind weint, wird sich sofort rührend gekümmert.
Bei Spaziergängen, ist er entgegen der üblichen Meinung über Berner, sehr flott unterwegs, da wird geschnüffelt, unterschrieben und auch mal wild gebuddelt. Dann geht´s im Trab weiter und gibt´s was spannendes kommt die Vier-Pfoten-sofort Bremsung. Wenn er Wasser sieht gibt´s gar kein halten mehr. Egal, ob Pfütze oder Baggersee alles eignet sich zur Kneippkur. Vorher wird allerdings immer gecheckt ob es auch nicht zu tief ist. Manche Hunde können mit seiner stürmischen Art nicht viel anfangen, da bremst er dann ab und tastet sich ran. Auch manche Besitzer haben ein bisschen Angst um ihre kleinen. Aber unbegründet! Er ist ein echter Gentleman, um Hundedamen stets bemüht, am liebsten Bulldoggendamen, die schnaufen so schön. Glenn ist sehr gesprächig, unsere Tierärztin sagt immer er trägt sein Herz auf der Zunge. Bei Fragen legt er den Kopf schief und meint er „ja“ gibts ein wuff. Nur Wörter wie Auto, ausgehen, schwimmen etc. sollte man vermeiden wenn´s noch nicht losgeht. Er versteht fast alles. Wenn es Zeit zum Essen ist, kriegt man die dicke Pranke auf´s Bein gelegt und es wird zum Aufbruch animiert.
Gemeinsame Urlaube, natürlich am Meer, genießt er total. Immer mit dabei, viel schwimmen, ganz viele Kumpels treffen, was gibt es schöneres? Der Spaß beginnt schon auf der Hinfahrt, Glenn liebt schnell Auto fahren, da wird sich auf die Rückbank geschmissen, genüsslich geseufzt und schon schläft er.
Obwohl er eine Erziehung genossen hat, vergisst er sie manchmal und guckt ganz ungläubig was man wohl von ihm will. Der kleine Dickkopf würde gerne mal sein eigenes Ding machen, aber dann kommen die Kommandos etwas lauter und dann klappt´s auch (meistens! ). Glenn ist unser Superhund, er hat in seinen Jungenjahren schon viel mitgemacht und ist trotzdem immer lieb, ausgeglichen und zufrieden. Ohne ihn würde uns etwas ganz wichtiges fehlen und außerdem wär dann das Auto mal trocken. Er ist unser Goldstück.

Superhund Xanton
Hallo liebes Team von "Reich mir die Pfote",
der Superhund 2008 kann kein anderer sein als unser weißer Schäferhund "Anton" oder auch "Xanton von der Hohensyburg".
Anton ist jetzt fast 7 Jahre und hat uns bisher nur Freude gemacht.
Er ist spontan zu jeder Schandtat bereit, ist immer als Tröster an unserer
Seite und passt ganz doll auf uns auf.
Wenn wir arbeiten sind, passt er auf unsere fast 90-jährige Oma auf. Er tut ihr sehr gut.
Er eignet sich als Babysitter und springt spontan ein als Turnierteilnehmer bei Pferd- und Hund-Prüfungen oder als Schauspieler,( z.B. als Schaf beim Krippenspiel).
Außerdem ist er ein absoluter Pferdefan, mit seiner Freundin Corona teilt er seine letzte Möhre.
Auf jeden Fall ist er unser Superhund, nicht nur 2008, sondern jeden Tag!
"Reich mir die Pfote" finden wir klasse, macht weiter so:-).
Viele liebe Grüße
Gisela Sprigade und Familie aus Castrop-Rauxel

Superhund Jeanie
Vor dreieinhalb Jahren bekamen wir unseren ersten Mops. Wir nannten sie „Whoopie“ nach Whoopie Goldberg. Whoopie ist nur inkognito ein Mops, denn in Wirklichkeit ist sie ein Molosser oder eine Deutsche Dogge. Sie hütet das Haus und seine Bewohner. Jeder Besucher oder Hund wird verbellt und angegiftet, wenn er sich uns nähert. Wir lieben sie wegen ihres Löwenmutes sehr.
Vor einem Jahr holten wir eine Schwester von Whoopie. Jeanie, nach der bezaubernden Jeanie aus dem Fernsehen benannt, macht ihrem Namen alle Ehre (nomen est omen).
Von ihr will ich nun berichten: Nachdem Jeanie zwei Wochen bei uns war, besuchten wir den Welpenspielkurs einer Hundeschule. Sie liebte alle Welpen, rannte mit ihnen und spielte wild und ausdauernd. Auch die Schüchternsten konnten ihren Annäherungsversuchen nicht widerstehen. Sie stupste die Kleinen (und auch die Größeren) mit den Pfoten an, ging mit den Vorderbeinen runter, streckte den Popo in die Höhe und im Nu ging eine wilde Jagd los. Bei Kletterspielen war sie stets die Erste. Alle Welpenbesitzer fanden sie süß und beschlossen: „Unser nächster Hund wird ein Mops!“
Danach durften wir den Erziehungskurs für Junghunde besuchen. Voller Erstaunen stellten wir fest, dass Jeanie alle Befehle wie „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ schon kannte. Sie hatte sie sich bei Whoopie, ihrer großen Schwester, abgeguckt. Nur das Kommando „Bleib“ will sie nicht einsehen. Wie die Dollarzeichen in Dagobert Ducks Augen bei einer neuen Idee aufleuchten, sehe ich große Fragezeichen in ihren Augen aufblinken und lese in ihnen: „Aber WARUM denn? Alles machen wir zu dritt! Wir stehen gemeinsam auf, gehen spazieren, einkaufen, in die Hundeschule und spielen! Warum gehst du weg und ich muss bleiben? So ein Unsinn!“ Sie schaut mich verzweifelt an. Bei jedem Schritt, den ich mich entferne, zuckt ihr kleiner Popo hoch. Im Moment bringen wir es auf einer riesigen Distanz von sechs Metern, an guten Tagen sogar auf einer von acht Metern, zustande. Dann muss ich aber die rechte Hand in der rechten Jackentasche haben. Jeanie weiß, dass dort die Leckerchen sind. Sie ist halt ein Mops und dementsprechend auch bestechlich und verfressen.
Zur Zeit machen wir Agility. Darin ist sie einsame Spitze. Vor dem Steg, der A-Wand und vor dem Slalom verwandelt sie sich in einen Ferrari mit Kimi Räikkönen am Steuer; vor den Hürden und den hoch gehängten Reifen spielt sie Shutterfly, das Pferd von Meridith Michaels-Beerbaum. Dabei stößt sie laute und spitze Schreie aus und ihre Augen glänzen. Neue Agility-Besucher, die stolz ihre Border Collies oder Australian Shepherds an der Leine halten, schauen anfangs mitleidig auf meine Möpse runter. Aber noch in der Agility-Runde klappen ihre Münder auf.
Bei Spaziergängen ist Jeanie lebhaft und fängt jetzt auch an, Bälle zu apportieren. Doch das schönste Spiel ist, anderen Spaziergängern laut bellend entgegenzulaufen, hochzuspringen und sich dann streicheln zu lassen. Ich verstehe nicht, warum die meisten Leute im Wald helle Hosen tragen, denn nach Jeanies Begrüßung, bei der Whoopi natürlich auch mitmacht, sehen die Hosen aus, als wären sie ein Sondermodell von Jack Wolfskin (bis in die Kniekehlen malen sich überall lauter kleine Hundepfoten ab!). Meine zehn Euro, um eventuell die Reinigung zu bezahlen oder Visitenkarten, die ich stets in der Hosentasche habe, um die so herzlich Begrüßten zu beruhigen, habe ich noch nie gebraucht. Alle Menschen fanden die Möpse süß, streichelten sie (ganz wenige allerdings mit einer etwas säuerlichen Miene) und meinten, sie hätten ja eine Waschmaschine zu Hause. Das zum Charme meiner Möpse! Natürlich begegnen wir auch anderen Hunden. Die Möpse reagieren genau so, wie bei den Menschen. Laute Rufe der Entgegenkommenden wie „Mein Hund beisst!“ hält die beiden nicht davon ab, die Hunde bellend zu umrennen. Jedes Mal schicke ich ein Stoßgebet zum Himmel. Doch noch nie sind sie gebissen worden. Ein Sprichwort sagt: „Eine Katze hat 7 Leben!“ Aber meine Möpse haben 70 Leben! Warum ich die Möpse nicht anleine? Sie sehen Hundehalter und deren Hunde früher und reagieren schneller als ich. Vielleicht ist ihr IQ höher als meiner (?).
Es gibt nur eine Sache, die Jeanie von Herzen hasst: W A S S E R. Wenn im Wald ein reißender Strom mit einer enormen Breite von ein bis zwei Metern und einer unendlichen Tiefe von ein bis drei Zentimetern überqueren müssen, rennt sie erst einmal am Ufer entlang, ob nicht eine Brücke oder wenigstens ein Stein als Insel zu finden ist. Muss sie über den Bach, spreizt sie die Zehen weit auseinander, in dem Gedanken, auch sie hätte Schwimmhäute zwischen den Zehen wie ihr Freund, ein Neufundländer, den sie aus der Hundeschule kennt. Die Hinterbeine spreizt sie auch ab der Hüfte aus ab wie John Wayne in seinen Western, bevor er auf sein Pferd steigt und am Horizont in der Abendsonne verschwindet.
Bei Regen will sie nicht mitgehen und rennt zurück ins Haus zu ihrem Körbchen, um sich auf dem Rücken zu legen. Überrascht uns unterwegs ein Regenschauer, springt sie an mir hoch und will unter meinem Mantel getragen werden, wie in ihrer Welpenzeit; doch die ist längst vorbei!
Wie unser Badezimmer nach einem Vollbad von Jeanie aussieht, möchte ich nicht beschreiben, da man das Lesen dieser Zeilen niemandem zumuten kann. Nur so viel wird verraten: Das Badezimmer sieht aus, als hätte ich in der Wanne mit einem Hai gekämpft.
FAZIT: Wasser ist NUR zum Trinken da!!!
Als Jeanie fünf Monate alt war, hat eine junge Bekannte uns zum Trick-Dog-Event in Gelsenkirchen mitgenommen. Jeanie startete in der Junghundklasse und belegte den fünften Platz. Damit war sie gerade noch qualifiziert für die Endausscheidung in Kassel. Leider konnten wir zu diesem Termin nicht anreisen.
Vorigen Sommer lud das Schwelmer Seniorenheim die Hundeschule für Vorführungen zum Sommerfest ein. Es war ein strahlender Sonnentag und die Senioren saßen mit Rollstühlen, Stühlen und Bänken im Kreis. Auch viele Angehörige waren erschienen. Sogar der benachbarte Kindergarten schaute zu. Insgesamt waren etwa 250 Leute anwesend. Ein weißer Schäferhund und sein Frauchen legten eine perfekte Vorführung in Dogdancing hin. Auch Cara, ein Münsterländermix, fand das Dummy an allen schwierigsten und unmöglichen Stellen sofort. Der Beifall war groß und alle Anwesenden hatten ihren Spaß. Da bat mich die Leiterin der Hundeschule, auch etwas mit meinen Möpsen vorzuführen. Als wir in die Mitte gingen, war ich ein wenig nervös, denn Möpse können manchmal ganz schön stur sein. Ich flüsterte ihnen zu: „Lasst mich jetzt nur nicht im Stich. Ich verspreche euch die leckersten Leckerchen, die es auf der ganzen Welt gibt.“ Und – es klappte fantastisch! Sitz! Platz! Bleib (sicherheitshalber nur 4 Meter)! Verbeugt euch! Gebt Pfote! Turn left! Turn right! Springt durch den Hulla-Hup-Reifen (hintereinander, nebeneinander und gegeneinander)! Durch die Arme! Über den Fuß! Alles lief prima. Zum Schluss sollte Jeanie noch Skateboard fahren. Sie stellt sich dann mit den Vorderbeinen auf das Skateboard und mit den Hinterbeinen läuft sie. Auch das machte sie perfekt. Doch da der Platz leicht abschüssig war, rollte das Skateboard schneller als ihre Hinterbeine laufen konnten. Sofort sprang sie ganz darauf und fuhr unter Gejubel und Beifall eine lange Strecke. Eine Freundin meiner Tochter, die an jenem Tag in dem Altenheim aushalf, erzählte mir später, dass die Heimbewohner noch abends über den Skateboard-fahrenden Hund gelacht haben und Jeanie das Gesprächsthema Nummer 1 gewesen sei.
Jeanie ist der lustigste, cleverste und anhänglichste Hund, den ich in meinem langen Leben (nie war ich ohne Hund) gehabt habe. Ich liebe sie besonders wegen ihrer kleinen, liebenswerten Fehlern und Schwächen. Alle Hundeexperten wie Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen, Günter Bloch, Martin Rütter, Katharina von der Leyen und viele andere werden mich auslachen, aber ich weiß, dass Jeanie alle meine Worte versteht (naja, fast alle), und auch meine Gedanken lesen kann (besonders, wenn ich an Leckerchen denke).
Hergit Hartmann
In der Graslake 26
58332 Schwelm
02336/17046


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